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Mit der Rikscha mobil bleiben

25. Juli
2 Min. Lesezeit


Projekt des Seniorenstützpunkts Celle will bewegungseingeschränkten Menschen Teilhabe ermöglichen

Von Gunther Meinrenken 


Celle. Mobil bleiben, auch wenn man selbst nicht mehr mobil ist – diese Idee steckt hinter dem Projekt „Radeln ohne Alter“, das seit 2022 vom Seniorenstützpunkt Celle an der Fritzenwiese angeboten wird. Menschen, die bewegungseingeschränkt sind, können sich hier von ehrenamtlichen Helfern mit einer Rikscha durch die Residenzstadt fahren lassen. Eine Aktion, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut, und die von der Bürgerstiftung Celle unterstützt wird.

„Uns geht es um Teilhabe. Mit den beiden Rikschas, die wir betreiben, können Menschen, die nicht mehr mobil sind, in die Stadt kommen und am Leben teilhaben“, erklärt Ute Paulick vom Seniorenstützpunkt das Ziel von „Radeln ohne Alter“. Dabei ginge es um das gemeinsame Erleben. „Das Angebot schenkt Bewegung, Begegnung und schöne Momente im Alltag“, so Paulick. Zudem verringere es die Einsamkeit von älteren Menschen.

Die Touren dauerten in der Regel eine Stunde. Das Ziel könnten die Gäste selbst auswählen. Der Seniorenstützpunkt selbst gibt Anregungen, fährt durch die Celler Parkanlagen und zum Hafen oder bietet eine Drei-Flüsse-Tour zur Aller, Fuhse und zum Magnusgraben an.

„In der Regel holen wir unsere Fahrgäste zu Hause ab, solange sie nicht zu weit entfernt wohnen. Wir fahren viel für Alten- und Pflegeeinrichtungen“, berichtet Paulick. „Das kann auch ein Erlebnis für die ganze Familie werden. Wir haben auch schon einmal eine 97 Jahre alte Seniorin aus dem Guizettistift abgeholt. Der Rest der Familie ist dann mit dem Rad hinterher gefahren.“

„Unsere beiden Rikschas rollen fast täglich“, berichtet Paulick. Die Nachfrage sei immer größer geworden. Ohne die etwa zehn ehrenamtlichen Helfer würde das Projekt nicht funktionieren. „Wir suchen weitere Fahrer“, sagt Paulick, die betont, dass „Radeln ohne Alter“ aus Spenden finanziert wird.

Zu den Unterstützern gehört unter anderem die Bürgerstiftung Celle. „Die Fahrrad-Rikschas schaffen für Menschen mit Bewegungseinschränkungen eine Möglichkeit, eine Ausfahrt ins Grüne oder in die Stadt zu genießen. Außergewöhnlich an diesem Vorhaben ist, dass das dafür benötigte Geld der Bürgerstiftung von einer Stifterin zur Verfügung gestellt wird. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Martina Fragge, Vorsitzende der Bürgerstiftung Celle.

Wer Interesse hat, sich mit der Rikscha durch Celle fahren zu lassen, kann Kontakt zum Seniorenstützpunkt aufnehmen unter Telefon (05141) 9013101 (Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr) oder unter info@senioren-celle.de. Hier können sich auch gerne ehrenamtliche Helfer melden, die als Rikscha-Fahrer tätig werden möchten.


Quellenangabe: Cellesche Zeitung vom 05.09.2026, Seite 22

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