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Mit dem Bus gratis zum Museum

  • 25. Juli
  • 2 Min. Lesezeit


Wie ein Projekt der Bürgerstiftung Celle kulturelle Teilhabe schafft

Von Melina Goldhorn 



Vor kurzem hat CeBus den ersten beschrifteten Museumsbus im Celler Land vorgestellt. Zur Freude von Martina Fragge (links) und Regina Haut (rechts) von der Bürgerstiftung Celle, Daphne Mattner und Julia Otto (Zweite und Dritte von links) vom Kunstmuseum Celle sowie Janek Jokisch und Katrin Driver (Zweite von rechts) von CeBus.
Vor kurzem hat CeBus den ersten beschrifteten Museumsbus im Celler Land vorgestellt. Zur Freude von Martina Fragge (links) und Regina Haut (rechts) von der Bürgerstiftung Celle, Daphne Mattner und Julia Otto (Zweite und Dritte von links) vom Kunstmuseum Celle sowie Janek Jokisch und Katrin Driver (Zweite von rechts) von CeBus.

Celle. „Fahr mit uns!“ steht auf der digitalen Anzeigetafel des ersten „richtigen“ Museumsbusses im Celler Land. Seine Mission: Museen für Kinder und Jugendliche im gesamten Landkreis erreichbar machen. Und damit zur kulturellen Teilhabe beitragen.

Das Projekt „Museumsbus“ der Bürgerstiftung Celle gibt es bereits seit dem Jahr 2012. In Kooperation mit den Busunternehmen CeBus sowie Hermann Reichmeister (bis 2025 auch Meldau GmbH) fahren Linienbusse die Kinder und Jugendlichen kostenlos zum Museum. Die Bürgerstiftung übernimmt dabei die Fahrtkosten zu den Museen und hat dafür ein jährliches Budget von 20.000 Euro. Eventuelle weitere Kosten für den Eintritt ins Museum müssen selbst übernommen werden.

Martina Fragge, Vorsitzende der Bürgerstiftung Celle, erklärt die Idee dahinter: „Der Museumsbus erleichtert es insbesondere den Lehrkräften, unkompliziert die Museen in Stadt und Landkreis zu besuchen. Auf diese Weise werden Museumsbesuche häufiger in den Unterricht eingebunden und junge Menschen an die interessante Museumslandschaft unserer Region herangeführt.“

Um mit dem Museumsbus zu fahren, reichen zwei Anrufe: Zuerst muss das Lehrpersonal das Museum anrufen und im Anschluss eines der beiden Busunternehmen. Dadurch müssen Schulen und Kindergärten vor dem Besuch nicht mehr wie sonst üblich mehrere Vergleichsangebote verschiedener Busunternehmen einholen – was Zeit und Aufwand spart.

CeBus ist von Anfang an Teil des Projekts. Nun hat das Busunternehmen den ersten beschrifteten Museumsbus vorgestellt. Auf der Rückseite des Fahrzeugs informiert eine große Reklame über das Angebot – inklusive QR-Code, der zur Seite der Bürgerstiftung Celle führt. CeBus-Geschäftsführerin Katrin Driver bezeichnet das Projekt als „eine schöne Sache“, weil es Kindern und Jugendlichen eine kostenfreie Fahrt zu Museen ermöglicht.

Dabei betont sie vor allem den Aspekt der sozialen Teilhabe: „Es ist schwierig genug für manche Familien, das alles zu finanzieren. Und wenn es die Möglichkeit gibt, etwas zu unterstützen, dann sind wir natürlich auch immer gerne dabei.“ Wenn das Fahrzeug nicht als Museumsbus unterwegs ist, wird es weiterhin im regulären Linienverkehr eingesetzt.

Insgesamt 24 Museen im gesamten Celler Land können durch das Projekt besucht werden. So auch das Kunstmuseum Celle. Kunstkuratorin Julia Otto vom Kunstmuseum Celle betont, wie gut das angenommen wird: „Der Bedarf ist höher als das Angebot.“ Die Nachfrage sei so hoch, dass die Zeitfenster im Kunstmuseum schnell ausgebucht seien. Zudem gebe es viele Schulklassen, die immer wieder mit dem Museumsbus anreisen, wie ihre Kollegin Daphne Mattner mit einem Lächeln berichtet: „Wir haben eine ganze Reihe an Wiederholungstätern.“

Wie gut das Projekt ankommt, zeigen auch die Zahlen: Insgesamt 50 Schulen und elf Kindertagesstätten aus dem gesamten Celler Land nutzen jährlich das Angebot des Museumsbusses. Insgesamt erreichen die Fahrten nach Angaben der Bürgerstiftung Celle rund 3200 Schüler pro Jahr.


Quellenangabe: Cellesche Zeitung vom 22.08.2026, Seite 10

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