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7. Celler Bürger-Brunch 4. September 2022

Bürger-Brunch feiert Comeback


1000 Celler schmausen gemeinsam auf der Stechbahn

Michael Ende


ALTSTADT. „Tolle Leute, tolles Wetter, tolle Stimmung – was braucht man mehr?“ Klaus Piwitt gehörte am Sonntag zu den rund 1000 Cellern, die sich zum Bürger-Brunch trafen, der ein glänzendes Comeback feierte. „Es tut richtig gut, hier zu sein“, sagte Piwitt, der es sich mit dem Old Table 107 und insgesamt 50 Freunden auf der Stechbahn gutgehen ließ: „Eine schöne Abwechslung in dieser Zeit, in der es so viele schlechte Nachrichten gibt.“


„Die Idee des Bürgerbrunchs ist es, mit Freunden gemeinsam zu picknicken und dabei die einmalig schöne Innenstadt zu erleben. Das machen wir jetzt bereits zum siebten Mal. Nur dieses Mal mussten wir ganze vier Jahre auf dieses Event warten“, sagte der Vorsitzende der Celler Bürgerstiftung, Axel Lohöfener, der bei der Moderation von der Wortkünstlerin Jesse James LaFleur unterstützt wurde. „Wir freuen uns, heute so viele Kinder dabeizuhaben. Extra für unsere kleinen Besucher haben junge Erwachsene in der Erzieherausbildung der Fachschule Sozialpädagogik der BBS III etwas ganz Besonderes vorbereitet. Sie bieten Kinderschminken, Basteln und Malen an.“ Dabei hatten die Kleinsten Spaß – doch das war noch nicht alles. Auf sie warteten auch zwei Entdecker-Rallyes.


Das Rahmenprogramm des Bürger-Brunchs gestalteten Lloyds Dance Center, das Schlosstheater, die Stick Connection der Kreismusikschule, der Zauberkünstler Thorsten Tschernow und der Jagdhornbläserchor Celle. Für Gesprächsstoff sorgten auch neun Celler Teilnehmer des 1972er-Olympia-Fackellaufs, die demonstrierten, dass ihr Feuer immer noch brennt. Leider war die von einem Attentat überschattete Großveranstaltung in München damals längst nicht so heiter und fröhlich wie der Bürger-Brunch.


Symbolisch für dessen Atmosphäre war eine liebenswerte Geste am Rande: Kristina Steffens stellte für einen Obdachlosen, der am Rand des geselligen Treibens im Schatten auf den Stufen vor einem Geschäft saß, ein Mini-Picknick zusammen und brachte es zu ihm. „Meine Freundin Eva Stork hat gesagt, dass wir dem Mann doch etwas von unserem reich gedeckten Tisch abgeben könnten. Hier muss heute niemand im Abseits stehen“, so Steffens.


Der Brunch ist eine der wenigen Möglichkeiten der Bürgerstiftung, „aktiv“ Geld einzusammeln. Finanzmittel werden für Vorhaben eingesetzt, die das Leben der Celler besser und schöner machen sollen. „Die Projekte bilden den Schwerpunkt der Arbeit unserer Stiftung“, so Lohöfener: „Sie haben zum Teil schon eine über zehnjährige Tradition. Das werten wir als Qualitätsmerkmal. Mit unseren Projekten wollen wir Menschen aller Generationen zusammenbringen und Gemeinschaft erleben.“


Die Bürgerstiftung fördert unter anderem Projekte wie Buchstart, Bücherbox, Celler Instrumentalklassen, Kinder-Uni „Collegium Cellense“, Kultur im Duo, Lese-Mentor, Museumsbus, Senioren-Erzählcafé, Theater an Schulen und Schulwald. Lohöfener:“ Die Anpflanzung von Wald durch junge Menschen ist einer unserer Ansätze, um dem Klimawandel zu begegnen.“


Für Anregungen sei die Stiftung immer offen, so der Vorsitzende: „Wir sind gern Ansprechpartner für gute Ideen und unterstützen mit unserem Netzwerk die Realisierung.“ Ein in Celle bereits seit Jahren etabliertes Projekt der Bürgerstiftung sei der Bürgerbasar: „Wir werden oft gefragt, wann der nächste stattfindet. Die Antwort: Im nächsten Jahr ist es wieder so weit. In zwei Jahren ist dann der nächste Bürger-Brunch geplant.“

„Es tut richtig gut, hier zu sein.“ Klaus Piwitt Brunch-Teilnehmer


Quellenangabe: Cellesche Zeitung vom 05.09.2022, Seite 8




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